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Gestaltung eines richtigen Gleisbettes
Im diesem Baukapitel möchten wir die richtige Gestaltung eines Gleisbettes abhandeln. Bei einigen Herstellern wurde bereits ein Gleisbett an das Gleis mit angebracht, jedoch entspricht dieses oft nicht der Realität. Deshalb ist es zu empfehlen ein Gleissystem ohne Bettung zu wählen und dem Problem der Gleisbettung selber zu Leibe zu rücken. Am Anfang steht meisten zuerst das rohe Trassenbrett. Mit einem Stift wird nun zuerst die exakte Gleisführung angezeichnet. Dabei sollten auch bereits alle noch so kleinen Bögen und Krümmungen genauestens bedacht werden. Nun wird eine Korkbettung aufgebracht. Dazu empfehlen wir die Bettung von Noch oder Heki, da diese Hersteller bereits die Böschung mit eingebaut haben. Der erworbene Korkstreifen wird nun in de Mitte an der vorgesehenen Stelle getrennt. Dazu bitte ein Bastelmesser nehmen, da beim Brechen hässliche Brösel an den Kanten entstehen. Die beiden einzelnen Korkstreifen werden nun mir Pattex oder anderen starken wasserfesten(!!) Klebstoffen jeweils links und rechts der aufgezeichneten Linie aufgeklebt. Dabei ist auf die richtige Lage der Böschung zu achten. Wenn die Korkbettung nun fest ist, kann mit dem Verlegen der Gleise begonnen werden. Diese werden am einfachsten mit dünnen Gleisnägeln beispielsweise von Roco befestigt. Bei Gleisen wo die vorgebohrten Löcher von oben nicht zu erkennen sind, sollte man vorher die benötigten Löcher von unten mit einer dünnen Nadel durchstechen. Wenn das Gleis aufgebracht ist, sollten zuerst alle übrigen Arbeiten am Gleis durchgeführt werden, bevor man mit dem Einschottern beginnt. Dazu gehört zum Beispiel das Anlöten vom Kabeln, Details, wie Kabelkanäle, Weichenantriebkästen, Lichtsignale, Schaltkästen usw. (Achtung: Keine mechanischen Bauteile wie Weichenantriebe, Formsignale usw. anbringen! Sollten diese schon vorhanden sein und nur unter großem Aufwand wieder zu entfernen sein, können diese an empfindlichen Stellen mit Vaseline bestrichen werden, sonst kleben die beweglichen Teile aneinander). Nachdem also die gesamte Gestaltung abgeschlossen ist, kann nun der Schotter verteilt werden. Die Wahl der für sie richtigen Schottersorte, bleibt jedem selber überlassen. Achten sie aber bitte auf Folgendes: Auch wenn einige Hersteller der festen Überzeugung sind; Schotterkörner sind nicht Backsteingroß, und auch nicht rund wie ein Fußball!! Der Schotter wird nun in trockener Form in auf das Gleisbett gegeben, und mit diversen Pinseln in die richtige Form gebracht. Dazu sollten sie sich schon pro Meter Gleis 20 Minuten Zeit nehmen, um den Schotter auch gleichmäßig zu verteilen. Im Bereich von Weichenzungen sollte man ruhig etwas Sparsamer mit dem Schotter sein, um später keine Schotterkörner in den empfindlichen Stellen zu haben. Wenn sie sich nun sicher sind, dass die Form des Gleisbettes ihren Wünschen entspricht, greifen sie zu einer Sprühflasche, wie sie zum Besprühen von Blumen verwendet wird. Befüllen sie die Flasche mit Wasser und einem minimalkleinen Tropfen Spülmittel, um der Oberflächenspannung den Gar auszumachen. Nun besprühen sie aus einer Entfernung von ca. 15 cm das Gleisbett mit Wasser, dabei muss das Wasser breit zerstäubt werden. Sobald Tropfen auf dem Schotter kommen, zieht sch auch der Schotter zu einen Tropfen zusammen. Nun wird mit Schotterkleber der Firma Heki, oder aber mit einer Eigenkreation von ca. 1:4 Holzleimwassergemisch und einem Tropfen Spülmittel, das Nasse Gleisbett beträufelt. Wenn an jeder Stelle Holzleim gelangt ist, lassen sie Das Gleisbett erschütterungsfrei trocknen. Nach 24 Stunden ist das Gleisbett in der Regel fest. Prüfen sie nun ob auch alle Stellen befestigt sind, und schottern sie gegebenenfalls Löcher nach. Wenn ihr Schotterbett ihren Wünschen entspricht, sollten sie nun noch mit dünner Dispersionsfarbe das zum Teil recht künstliche Aussehen der Schotterkörner beheben. Am realistischsten sieht dabei eine Mischung aus Braun und Grau aus. Aber auch der Fachhandel hat solche Farben im Sortiment. Wenn die Farbe trocken ist kann die Gleisoberfläche gereinigt werden, denken sie dabei bitte auch an die Innenkanten der Gleisköpfe.
Gute Fahrt!
Bis zum nächsten Tipp!
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