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Modellbahnen, Modelleisenbahn, Eisenbahn
Lichterketten
Auf vielen Szenen der Modellbahn eignen sich beleuchtete Lichterketten wunderbar um eine realistische Feststimmung zu erzeugen. Man denke da nur an die Szenerie eines Biergartens, einer Gartenparty oder auch Großveranstaltungen wie Stadtfeste, Jahrmärkte und Konzerte. Um solche Veranstaltungen mit der passenden Illumination zu versehen, kann man Lichterketten in den verschiedensten Formen, Größen und Farben selber herstellen. Der Eigenbau solcher Ketten sei aber nur dem Modellbauer mit ruhiger Hand und einiger Löterfahrung empfohlen. In folgendem Beispiel ist die kleinstmögliche Form dargestellt. Man benötigt dazu einen Mikrolötkolben, dünnen Lackdraht, dünnes Lötzinn, Doppelseitiges Klebeband, und SMD-LEDs in den gewünschten Formen und Farben. Angenommen man möchte gerne einen Pavillon, wie er zum Beispiel vor Cafés anzutreffen ist, beleuchten. Dazu benötigt man ca. 7cm Lichterkette (je nach Größe des Pavillions). Wenn man die kleinste Bauform der LEDs wählt muss man mit ungefähr 2 LEDs pro Zentimeter rechnen. In unserem Beispiel haben wir uns auf die Farben Rot Grün und Gelb beschränkt, da diese LEDs auch die günstigsten sind. Die Kosten pro LED liegen bei 11 Cent, weiße Bauformen bei ca. 80 Cent und blaue LEDs bei ca. 1€. Die LEDs werden nun mit der Leuchtkörperseite in individueller Reihenfolge der Farbe und freiwählbaren Abstand auf das doppelseitige Klebeband gedrückt. Die Polarität spielt beim späteren Anschluss an Wechselstrom keine Rolle. Sollen die LEDs mit Gleichstrom betrieben werden, ist darauf zu achten, dass die LEDs gleich gepolt sind. Die Kupferplättchen werden verzinnt. Nun wird er Lackdraht auf der Länge der aufgereihten LEDs abisoliert und ebenfalls verzinnt. Die Länge der Lackdrähte in unserem Fall wäre ca. 40cm, da man zu dem verzinnten Stück auch noch ein langes Anschlusskabel zählen muss. Der Lackdraht wird nun auf einer Seite an die Kupferplättchen gelötet. Am andere Ende wir ein Vorwiderstand angebracht. Dieser errechnet sich durch die Werte der LEDs und der benutzten Stromquelle. Bei Standard-LEDs und einem normalen Modellbahntrafo mit Wechselstromausgang sollte man auf einen Widerstand von 1k-Ohm zurückgreifen. Der zweite Lackdraht wird nun auf die andere Seite der Kupferplättchen gelötet. Das Ende wird lediglich verzinnt. Nun kann die Lichterkette vorsichtig, notfalls mit einem Skalpell von dem Klebeband abgelöst und getestet werden. Wenn sie ordnungsgemäß funktioniert, kann sie auf der Anlage eingesetzt werden. Wenn einzelne LEDs nicht leuchten, liegt dies vermutlich an einer defekten Lötstelle. Bei gar keinem Leuchterfolg sollte der Wert des Widerstandes überprüft werden, oder aber die Zuleitung, da Lackdraht sehr brüchig ist. Tipp: Eine Lichterkette mit nur gelben LEDs kann auch als Beleuchtung von Bussen, Haltestellen oder anderen kleinen Dingen benutzt werden.
Bis zum nächsten Tipp!
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