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Eigenbau von Tunnelportalen 


Bei vielen Modellbahnen tritt immer wieder das Problem der richtigen Gestaltung eines Tunneleinganges auf. Die vorgefertigten Tunnelportale der Hersteller passen oft nicht in die bereits vorgegebene Landschaft, oder aber die Gestaltung des Mauerwerks gefällt nicht. In dem meisten Fällen hilft also nur ein Eigenbau. Im folgenden möchten wir den Eigenbau eines Tunnelportals aus Styrodur beschreiben.
Dazu wird eine Mauerwerksplatte aus Styrodur benötigt, eine ebenso große dünne Holzplatte, einige dünne Styrodurreste in Rohform, ein wenig Dispersionsfarbe, ein scharfes Bastelmesser, am besten ein Skalpell, Holzleim und ein wenig Bastelgeschick.
Als erstes sollte man sich eine Tunnelportal mit gewünschter Vorbildform suchen, um die Rundungen möglichst gleichmäßig und vorbildgerecht zu gestalten. Mit einem Filzstift wird nun die gewünschte Form auf die rohe Seite der Mauerwerksplatte aufgezeichnet. Es ist dabei unbedingt auf die gleichmäßige und vor allem symmetrische Form der Eingangsrundung zu achten. Der höchste Punkt muss also unbedingt über dem Mittelpunkt des Gleises liegen, und die abfallenden Seitenbögen müssen die gleiche Form aufweisen. Mit einem Skalpell wird die Einfahrt nun herausgetrennt. Am besten die Platte dazu auf eine feste Unterlage drücken, damit die kanten nicht abbröseln.
Diese Platte nutzen sie nun als Schablone und trennen die gleiche Öffnung auch in der Holzplatte heraus.
Um die herausgetrennte Öffnung der Mauerplatte wird nun wiederum mit einem Filzstift ein ca. 1cm breiter Ring aufgezeichnet. Seine Breite ist zwar frei wählbar, aber muss überall gleichmäßig sein. Auch dieser ring wird nun vorsichtig herausgetrennt. Er sollte dabei unbeschädigt bleiben. Nun wird die Mauerwerksplatte auf die Holzplatte aufgeklebt. Hierbei sollte nur Holzleim verwendet werden, da Lösungsmittelhaltige Klebstoffe das Styrodur wegätzen. Die Mauer ist so aufzukleben dass der zuvor ausgeschnitten Ring nun auf dem Holz als Kante sichtbar ist. Diese kannte muss also der Breite des Ringes entsprechen und überall gleichmäßig dick sein. Nach der Trocknung des Leimes kann nun aus dünnen Rohstyrodur oder dünner Pappe der Ring gedoubelt werden, diesen dünne Scheibe, die dem Mauerring ähnelt wir nun auf die Holzkante geklebt. Der Eigentliche Mauerring, wird nun auch auf diese kante geleimt, jedoch mit der rohen Seite nach oben. Somit erhält man einen vorstehenden Ring, in dem nun mit einem Schraubenzieher oder einem altem Kugelschreiber Blöcke eingeritzt werden können. Dazu orientiere man sich bitte abermals am Vorbild. Die Grundform des Tunnelportals ist somit fertiggestellt. Nun muss das Tunnelportal mit Dispersionsfarbe behandelt werden. Nachdem man nun das Tunnelportal in die Anlage eingebaut hat, sollte mittels dünner Styrodur Mauerwerksplatte eine Röhre nachgebildet werden, die in die Rundung eingeklebt wird. Auch diese Röhre sollte farblich behandelt werden. Farbliche Tupfer können hier mit Rußfarbe über dem Gleis gesetzt werden, oder aber durch die schwach weiße Kennzeichnung der unterem Ecke des Tunnelportals.
Der umliegenden Geländegestaltung steht somit nichts mehr im Wege.


Bis zum nächsten Tipp!


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